- »Schmittini«

- 1. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 2. Nov. 2025
Heute hatte ich wieder mal einen doppelten Einsatz, der regional und zeitlich gut zusammenpasste.
Zunächst durfte ich nach Frankfurt 🏙️, um dort bei einem Kindergeburtstag 🎂🎉 für einen 8-jährigen aufzutreten.
Es war eine Nachfeier, denn der junge Mann hat im August Geburtstag, in einer Zeit, in der oft viele im Urlaub sind. Also war heute die Feier für seinen Geburtstag angesetzt.
Schon im Vorfeld musste ich ein bisschen schlucken und war gespannt auf diesen Auftritt, denn es waren insgesamt 17 (!!) Kinder 🫣 eingeladen, überwiegend Jungs.
Der Vater bestätigte mir anschließend, dass es eigentlich ein bisschen kleiner geplant war, sich aber dann irgendwie verselbstständigte mit den Einladungen…!
Mein Auftrittsort war mitten in Frankfurt und als ich das Haus betrat, ahnte ich schon, dass es heute nicht ganz den Charakter der Version „Spaziergang“ nehmen würde.
Es war laut, es war unruhig und schon während meines kurzen Aufbaus musste ich ein paar Kids von meinem Koffer fernhalten. 💥
Während meiner Anfangsphase, in der ich dem Geburtstagskind ein kleines Liedchen mit meiner Guitarlele singe und
Verbindung aufbaue zu den Kindern, war es so unruhig wie selten.
Schon während des Songs wurde gequatscht und auch danach musste ich diverse Male innehalten und warten, bis ich weitermachen konnte. In dieser frühen Phase meiner Vorstellung ist die Spannung meiner jungen Zuschauerinnen und Zuschauer in der Regel so hoch, dass das nicht nötig ist, um mit einer extra Ansprache für Ruhe zu sorgen, denn fast immer wollen die Kids ja erst mal sehen, wer da vor ihnen steht.
Hier war das heute von Beginn an schwieriger. Die Spannung, die ich normalerweise gerade im Ablauf einbauen kann, zeigte heute nicht besonders viel Wirkung.
Besonders eins der wenigen anwesenden Mädchen glaubte offenbar, die Regie übernehmen zu müssen und quatsche kontinuierlich rein mit vermeintlich witzigen Kommentaren.
Auch meine augenzwinkernden, freundlichen, aber bestimmten Hinweise, mich nun meine Show präsentieren zu lassen, schienen sie nicht zu interessieren.
Als dann das Geburtstagskind bei einer der ersten Routinen als Helfer auf der Bühne stand und sie immer noch mit ihren Kommentaren den Ablauf störte, unterbrach ich mein Programm. Jetzt erklärte ich ihr sehr deultich und streng, dass ich von den Eltern des Geburtstagskindes eingeladen wurde, heute hier mein Zauberprogramm zu präsentieren und das funktioniert nicht, wenn sie dauernd stört.
Ich stellte sie vor die Alternativen:
„Entweder du machst dein Programm, dann höre ich auf zu zaubern.
Oder du hörst sofort auf zu stören und ich kann hier weiter für euch eine schöne Vorstellung bieten!
Beides zusammen geht nicht“ 😳
Kurzes, betretenes Schweigen, danach kam ihr Einverständnis, dass sie nicht mehr stören will und ich machte fröhlich weiter, als wäre nichts gewesen.
Diese Ansprache an das Mädchen zeigte auch bei den anderen Kindern Wirkung und es war ein bisschen weniger wild.
Aber selbst Schärrar hatte heute nicht ganz so viel Aufmerksamkeit wie sonst und durch diese etwas unruhigere Achterbahnfahrt habe ich auch tatsächlich in meinem Programmablauf eine Routine vergessen, die ich sonst immer mache.
Tat der Sache keinen Abbruch und am Schluss waren alle fröhlich und gut gelaunt.
Ich sprach nach meinem Auftritt nochmal das Mädchen an und lobte sie dafür, dass sie sich an unsere Absprache halten konnte und meine Show nicht mehr gestört hat. Das war auch ganz gut, denn tatsächlich hatte ich den Eindruck, dass meine scharfe Zurechtweisung während meiner Show sie doch ein wenig überrascht und eingeschüchtert hatte…! Daher war dieses kurze abschließende Gespräch vielleicht doch ganz gut für sie und hat sie mit mir versöhnt.
Ich will ja eigentlich gar nicht den pädogischen Onkel spielen, aber manche Kinder brauchen offensichtlich dann doch in einer solchen Situaion eine sehr deutliche und klare Ansprache. Die Schulerfahrung lässt grüßen...!
Dann ging es aber schon weiter zum nächsten Kindergeburtstag nach Karben.

- »Schmittini«

- 20. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Sept. 2025
Heute durfte ich wieder auf Zauberfahrt gehen, diesmal zu einem Kindergeburtstag nach Walldorf.
Weil das Wetter nun doch kurzfristig wieder zu hochsommerlichen Temperaturen hochschnellte, baute ich mich im schönen Garten der sehr netten Gastfamilie direkt unter der Schaukel-Halterung auf.
Die 12 Kinder sollten dann vor mir auf dem Rasen sitzen. Eigentlich finde ich das nicht so optimal, denn meine Erfahrung zeigt, dass meine jungen Zuschauer*innen dann oft unruhiger sind und auch öfter näher rutschen an die Auftrittsfläche.
Das ist dann sowohl zum Zugucken als auch zum Performen nicht ganz so super, heute ging es aber irgendwie nicht anders, weil es nicht genug Sitzplätze gab.
Doch so kam es auch heute dazu, dass Regenwürmer gefunden wurden und Gras ausgerissen wurde…!
Und wenn Bienen 🐝 dann auch noch dazwischenkommen und Kids in Panik versetzen, ist es manchmal schwierig, den Fokus wieder auf das Geschehen zu lenken...!
Dennoch war es eine wunderschöne Stunde, die wir zusammen verbracht haben und Schärrar war wieder mal der Star des Nachmittags und wurde so lautstark wie selten auch noch nach der Show erneut gefordert.
Aber wenn der schrullige Vogel in seinen Koffer zurückgekehrt ist, dann hole ich ihn grundsätzlich nicht noch mal raus, auch wenn so wie heute massiv protestiert, skandiert oder gar eskaliert wird.
Der freche Kerl findet nämlich dann kein Ende mehr - und die Kinder auch nicht.
Außerdem: Wenn am Schluss meiner Show die „ENDE“-Tafel erschienen ist, muss ich aufhören! 🏁 Sonst kriege ich Ärger mit dem Zauberministerium- und das möchte schließlich keiner …! 😉
- »Schmittini«

- 7. Juni 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Juni 2025
Heute war ich wieder mal in „privater Zaubermission“ 🎩 unterwegs.
Mein „Best Buddy“ Andi feierte seinen 60. Geburtstag 🥳 und ich durfte und sollte auch ein bisschen was zur Feier beitragen.
Mein Auftritt fand auf der wunderbaren Klappklavier-Bühne 💥 statt, die Andi hier in seinen Showroom 2019 hineingebaut hat (und bei der ich auch ein bisschen mitgeholfen habe).
Wie so oft bin ich bei solchen privaten Auftritten manchmal ein bisschen nervöser als sonst, weil so viele Leute da sind, die mich kennen. So war es auch heute, denn natürlich waren einige Leute aus unserer Kirchengemeinde da oder andere Freunde aus unserem Umfeld.
In der Vorbereitung für einen solchen Abend mache ich mir zudem sehr viele Gedanken, was ich zeigen will und kann.
Denn einige der Freunde habe mich ja möglicherweise schon bei einem Auftritt bereits gesehen und kennen dadurch die ein oder andere Routine von mir. Das ist sicherlich nicht das größte Problem, aber wenn der Effekt mit seinem Höhepunkt zu vielen bekannt ist, verliert das natürlich ein wenig die Spannung - oder es gibt sogar Spoileralarm🚨‼️😦. Das sehe ich natürlich nicht so gerne, weil mein Programm dadurch empfindlich leidet- oder mein emotionaler Zustand auf der Bühne.
Aus diesem Grund bin ich immer sehr darum bemüht, Programm-Dopplungen zu vermeiden.
Kleiner Nebeneffekt: Es zwingt mich automatisch dazu, neuere Routinen einzubauen und wiederholt auszutesten, statt auf Sicherheit zu setzen und die bewährten Pfade zu betreten.
So habe ich das auch heute gemacht!
Mein Programm bestand ausschließlich aus Routinen, die eher zur neueren Generation Kunststücke zählen in meinem Repertoire.
Weiterer (verständlicher) Nebeneffekt: Die Routinen laufen noch nicht ganz so rund und flüssig wie gewohnt und obwohl ich alle meine Kunststücke skripte und konkret ausformuliert aufschreibe, ringe ich dann doch im Live-Betrieb manchmal noch nach den Worten.
Außerdem wollte ich meinen Auftritt natürlich auch ein bisschen persönlich auf meinen Freund Andi anpassen.
Und schließlich entwickeln solche Feiern auch eine eigene Dynamik und ich weiß bei der Planung nicht ganz so genau, ob ich alles zeigen sollte, was ich vorbereitet habe.
Denn oft kommen ja dann spontan noch weitere Beiträge von anderen Gästen ins Spiel und das „Programm“ wird plötzlich länger als vermutet. Dann muss man nach meinem Eindruck ein bisschen in die Atmosphäre „reinfühlen“ und erspüren, wieviel man noch machen kann bzw. wieviel Aufmerksamkeit für programmatische Beiträge noch vorhanden ist.
So bin ich auch heute intuitiv meinem Gefühl auf der Bühne gefolgt und habe meine Vorführung einen Trick und Tick früher beendet als geplant, weil ich den Eindruck hatte, es war genau richtig.
Es war eine wunderbare Feier und sowohl meinem Freund Andi, mir selbst, als auch allen anderen Geburtstagsgästen hat mein Auftritt viel Spaß gemacht.








































































